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Die Wiederauferstehung im Kleinen schaffte die Fortuna in der Saison 1993/94. Als Absteiger aus Liga 1 direkt weitergereicht in Liga 3 gab es nichts anderes als den direkten Wiederaufstieg. Trotz der Abgänge von Schütz, Albertz, Breitzke und Schmadtke erfüllte der Kader alles, was man sich in Liga 3 vorstellen kann. Mit Diebels konnte man einen sehr guten Sponsor vorstellen, der für Oberligaverhältnisse sicher eine Menge Geld ausgegeben hat. Im Vorstand rumorte es zwar ein wenig, aber das Team um Trainer Ristic ließ sich davon nicht beeindrucken. Umbro wurde Trikotausrüster, nachdem Puma die langjährige Zusammenarbeit nicht verlängern wollte.

So startete die Mannschaft auch standesgemäss mit 4:2 gegen die Amateurvertretung vom 1.FC Köln in das Abenteuer 3. Liga. Bereits am zweiten Spieltag erlebten Team und FAns aber, das sie in den Niederungen des Fussballs angekommen waren. Beim SC Köln-Brück gab es bei strömendem Regen ein 0:0 auf einer Bezirkssportanlage, die man ansonsten nur von Freundschaftsspielen kannte. Und das mit Hubert Makel ein 47-jähriger beim Heimteam im Tor stand, ist im Profifussball auch nicht vorgekommen. Ein Highlight der Saison war der 1:0-Sieg zu Hause gegen Aachen, als die Mannschaft ein 1:0 ins Ziel brachte bei einem Spiel, bei dem sie über eine Halbzeit lang mit 9 Mann spielen musste. Dem 6:1 in Essen (Schwarz-Weiß) und einem obligatorischen Heimsieg gab es dann beim 2:5 in Bonn die ersten von 2 Niederlagen der gesamten Spielzeit. Aufgrund von Verletzungen legte der Verein nach und holte Carlo Werner zurück, dazu kamen noch Sergio Allievi und Ralf Voigt.

Zum Kultspiel ging es dann in die knapp 2.500-Seelengemeinde Teveren, die an diesem Tag über 5.000 Fortunen erwartete. Anscheinend kam die Fortuna an diesem Tag mit der Rolle des haushohen Favoriten nicht zurecht und verlor sensationell mit 0:3. Dies war dann aber auch die letzte Niederlage der gesamten Spielzeit inkl. der Aufstiegsrunde.

Als einzigstes Team entführte RW Oberhausen einen Punkt aus dem Rheinstadion, hier holte die Fortuna 29:1 Punkte. Auswärts war das 2:2 in Bocholt (an meinem Geburtstag ;-) ) der letzte Punktverlust. In der gesamten Rückrunde kam die Fortuna auf  30:0 Punkte. Gefordert wurde das Team nur beim 1:0 auf dem Tivoli, als Ralf Voigt die Düsseldorfer Fans zum Rasen brachte, als er den Siegtreffer erzielte. Am Ende waren es 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten, Alemania Aachen.

So mußte die Fortuna als Erster der Oberliga Nordrhein in die Aufstiegsrunde. Hier traf sie auf die Meister aus Bayern, Westfalen und Niedersachsen (Nord), genauer gesagt auf den FC Augsburg, Eintracht Braunschweig und den FC Paderborn-Neuhaus. (Die Tickets hierzu sind hier zu finden Aufstiegsrunden).

Auch hier gab die Mannschaft Gas und holte 11:1 Punkte. Einem 1:0 gegen Paderborn folgte das 1:0 in Braunschweig. Nur der FC Augsburg holte ein Remis in Düsseldorf, verlor aber das Rückspiel in der Rosenau mit 0:2. Nach dem 2:1 im Heimspiel gegen die Braunschweiger war der direkte Wiederaufstieg perfekt. Das 3:1 in Paderborn hatte nur noch statistischen Wert. So war es ein einjähriger Ausflug in den Amateurfussball. Wir wußten ja noch nicht was alles noch in den Jahren danach passieren sollte.

Im Pokal war in Runde 1 Schluss, Eintracht Frankfurt war zu stark. Neu war, das iwr uns über die ganz kleinen Vereine für den DFB-Pokal qualifizieren mußten. Über Holsterhausen, Hösel usw. war im Halbfinale Endstation, als man gegen den FC Remscheid daheim im Elfmeterschießen verlor.

 

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